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Über mich

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Umso länger und leidenschaftlicher ich fotografiere, desto spannender wird für mich der Prozess hinter den Ergebnissen. Damit meine ich nicht die Kameraeinstellungen wie Verschlusszeit, ISO oder Blende, sondern die Absicht, die Herangehensweise und die Herausforderungen, die seitens des Fotografen hinter den Ergebnissen stecken.

 

Auch wenn ich noch nicht lange fotografiere, weiß ich heute, dass mich nicht diejenigen Fotografen prägen und faszinieren, die perfekt bearbeitete Drohnenshots von Highlight-Destinationen aus aller Welt posten, sondern die, die mich unterhalten, deren Geschichten mich faszinieren und bei denen es zum Programm gehört, auch über Herausforderungen und persönliche fotografische Misserfolge zu sprechen und durchschnittliche Ergebnisse nicht zu verstecken.

 

Ein „objektiv“ betrachtet durchschnittliches Foto mit einem alltäglichen Motiv fasziniert mich im Regelfall hundertmal mehr als der Award-Winning Sonnenuntergangsshot aus den Dolomiten, wenn ich mich in den Kontext und die Gedanken des Fotografen hineinversetzen und seinen Weg zum Motiv nachvollziehen kann.

 

Auf dieser Website, in meinem YouTube-Kanal und meinem Podcast möchte ich also genau das teilen: meine fotografische Gedankenwelt, den gesamten Prozess hinter den Fotos und natürlich die Ergebnisse. Warum? Weil es mir Spaß macht und weil es mich selbst fasziniert, Fotografen zu folgen, die es ähnlich machen – und zwar unabhängig davon, an welchem Punkt ihrer fotografischen Entwicklung sie stehen. Selbst noch relativ frisch dabei, helfen mir nämlich manchmal die Erfahrungen der Fotografen, die am selben Entwicklungspunkt wie ich stehen, mehr als diejenigen eines Profifotografen, der schon alles gesehen und meine Herausforderungen schon lange hinter sich gelassen hat.

 

Spätstarter – Die Fotografie als entschleunigt-kreativer Gegenpol
 

Ich habe erst relativ spät im Alter von 41 Jahren (2021) zur Fotografie gefunden. Eine monatelange gesundheitsbedingte Pause zwang mich damals dazu, meinen Alltag radikal zu hinterfragen. Ich brauchte unbedingt einen entschleunigten und gleichzeitig kreativen Ausgleich zu meinem Job als Inhaber der Bonner PR-Agentur rheinland relations.

 

Auch oder vielleicht gerade, weil ich bei uns vor allem für die Strategieentwicklung für unsere Kunden verantwortlich bin, hat mich die visuelle Umsetzung der von mir entwickelten Ideen schon immer wahnsinnig fasziniert. Die Arbeit unserer Grafiker, aber vor allem auch alles rund um die Fotografiejobs für die wir projektweise immer wieder mit freien Fotografen zusammengearbeitet haben. Während ich also im Krankenhausbett darüber nachdachte, wo ich denn jetzt “all in” gehen wollte - denn das mache ich immer, halbe Sachen sind nicht so meins - hatte ich schnell die ersten YouTube-Videos in meiner Playlist “Wie starte ich mit der Fotografie? Die 10 besten …” Ihr wisst schon, das Übliche.
 

Vieles, was ich heute über das Fotografiehandwerk weiß, verdanke ich neben unzähligen YouTube-Tutorials vor allem meinen Freunden Sascha (@alpha_sixtynine) und Arno (@linsengold), die mich geduldig durch den für mich zu Beginn sehr unübersichtlichen Technik-Dschungel geführt und dabei weniger über das gesprochen haben, was sie machen, sondern wie sie es machen. An dieser Stelle noch einmal tausend Dank für Eure Geduld und dafür, dass Ihr meine quietschbunten, völlig verrückt bearbeiteten Landschaftsshots ohne Murren ertragen habt.
 

Die Magie der frühen Stille und der Reiz des Analogen

 

Bis heute begeistert mich die Fotografie von Landschaften und Orten bei Sonnenaufgang. Für mich hat es etwas zutiefst Meditatives, besser: therapeutisches, in der Stille und Einsamkeit der blauen Stunde unterwegs zu sein. Je nach Licht und Wolkenbild erscheint derselbe Ort innerhalb weniger Minuten immer wieder vollständig anders. Während andere noch schlafen, erlebe ich die schönsten Plätze exklusiv und in einem Zustand, in dem sie die meisten Menschen niemals sehen werden – im Sommer um 4.30 Uhr in der Eifel, in Bonn oder auf Reisen wie denen in die USA, meinem absoluten Lieblingsziel mit seinen atemberaubenden Landschaften und einzigartigen Vorstadtszenerien. Bekannte Orte oder belanglose Motive abseits der Menschenmengen zu fotografieren, bedeutet für mich pure Entschleunigung.
 

Diese Suche nach dem Unverfälschten hat mich vor Kurzem auch zur analogen Fotografie geführt. Alles begann, als mein Vater mir die alte Praktica L meines Großvaters übergab – ein spartanisch ausgestattetes DDR-Modell, für das man auf eBay kaum mehr als 30 Euro zahlen kann. Aber dieses steinzeitliche Handgefühl, die offenliegende Mechanik und der unbeschreibliche Sound des Verschlusses und des Filmtransporthebels haben mich sofort gepackt. Heute nutze ich vor allem meine geliebte Nikon FA, die Yashica Mat 124G oder die Yashica T3 Super, wenn ich analog fotografiere. Auch hier hatte ich das Glück, mit Thomas (@thomasboettcher - Website) auf einen positiv Film-Verrückten „Scharfmacher“ zu treffen, der mir den Zauber des Films noch einmal ganz anders nahegebracht hat. Mit ihm habe ich das Glück, unseren gemeinsamen Podcast „schön & körnig“ zu hosten. Dazu gleich im Anschluss mehr.
 

Mein kreatives Ökosystem: YouTube, Podcast & dieser Blog
 

Für mich gehört das Teilen meiner Erfahrungen untrennbar zu meiner Fotografie dazu. Als ich anfing, war einfach alles eine Herausforderung, vom „Exposure-Triangle“ über Ausrüstungsfragen bis hin zum Auffinden cooler Fotospots. Da ich im Fotografiekontext von Beginn an autodidaktisch unterwegs war, habe ich enorm von der Online-Community profitiert – vor allem auf YouTube, aber auch von zahlreichen Blogs mitteilungsfreudiger Fotografen.

 

Mit dieser Seite und meinen anderen Projekten möchte ich denjenigen, die heute an den Herausforderungen knabbern, die ich (vielleicht) schon hinter mir gelassen habe, etwas zurückgeben und mein eigenes kleines Ökosystem für Fotobegeisterte schaffen:
 

  • Über meinen YouTube-Kanal (@chris79bn) nehme ich Dich mit auf meine Fotowalks, teile mit Dir, wie ich Motive finde, welche Gedanken ich mir zu meiner Ausrüstung mache und zeige Dir meine Ergebnisse – die (aus meiner Sicht) guten, banalen und auch die weniger gelungenen.

  • „schön & körnig“ – Der Fotografie-Podcast: Zusammen mit Thomas Böttcher spreche ich hier über die Faszination unseres Hobbys, den analogen Zauber und alles, was uns als Fotografen leidenschaftlich bewegt.

  • Mein Blog ist die bewusste Verlängerung zu meinen Videos und Podcasts. Hier und in den Galerien meiner Websites kann ich meine Fotos so zeigen, wie sie mir und nicht etwa dem Instagram-Algorithmus am besten gefallen – inklusive zusätzlicher Infos und Hintergründe.
     

Ich hoffe, Du findest hier ein wenig Inspiration, so wie ich sie tagein, tagaus bei vielen anderen Fotografen finde. Und am großartigsten wäre es, wenn neben die Inspiration auch die Motivation tritt und Du beschwingt zu einer unchristlich frühen Uhrzeit mit der Kamera in der Hand Deine Heimat ganz neu entdeckst.

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